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Nächste Blutspende

05. Oktober 2018
Vaihingen/Enz, Stadthalle

14:30 - 19:30 Uhr | weitere

Nächste Erste-Hilfe-Ausbildung

Samstag, 23.06.18 (auch für betriebliche Ersthelfer geeignet)

8.30-16.30 Uhr, DRK-Unterkunft

Kosten: 37,50 €, Anmeldung erforderlich

Strukturierte Patientenablage intensiv geübt

In den vergangenen beiden Wochen stand der Aufbau einer strukturierten Patientenablage im Vordergrund. Geübt wurde zuerst im Rahmen des Dienstabends ein geordneter Aufbau auf dem Vaihinger Marktplatz. Am darauffolgenden Montag konnte das neu erlernte dann direkt an der Übung gemeinsam mit den Feuerwehren Enzweihingen, Riet, Aurich und Vaihingen-Stadt umgesetzt werden.

Patientenablage

Verletztenablage mit vier Behandlungsplätzen, im Hintergrund der MTW als Betreuungsstelle

Eine strukturierte Patientenablage dient der ersten Ordnung der Patientenströme im ManV-Fall (Massenanfall von Verletzten). Hier findet eine erste Sichtung und Versorgung statt. Dazu wird die Patientenablage am Rande der sog. inneren Absperrung, d.h. an der Grenze zum Schadensraum aufgebaut. Die Verletzten werden durch die Feuerwehr aus dem Schadensraum gerettet und hier den versorgenden Einsatzkräften übergeben. Von der Patientenablage aus erfolgt dann ein strukturierter und priorisierter Transport entweder in einen Behandlungsplatz oder in die Zielklinik.

Auf dem Marktplatz hatten die Helfer dazu alle Versorgungsbereiche angelegt und mit dem entsprechenden Material aus dem GW-San ausgestattet. Vorgelagert wurde ein Sichtungsbereich, auch eine An- und Abfahrtsstrecke wurde eingeplant. Entsprechend der Schwere der Verletzungen wurde Material zur medizinischen Versorgung bereitgestellt. Währenddessen übernahm die Besatzung des Betreuungs-LKW den Bereich der unverletzt Betroffenen und der sogenannten abwartenden Behandlung (Patienten, die aufgrund der schweren Verletzungen keine Überlebenschance haben). Für die vielen neuen Helfer im Ortsverein war diese Übung eine gute Gelegenheit das im Lehrgang theoretisch erlernte nun auch in der Praxis zu üben und das Material des GW-San kennenzulernen.

Schwellbrand in der Werkstatt, angrenzendes Bürogebäude betroffen war dann eine Woche später das Übungsszenario bei der Firma Kölle in Enzweihingen. Vier Abteilungen der Feuerwehr und der DRK-Ortsverein Vaihingen/Enz rückten aus. Der Ortsverein war mit der SEG-Erstversorgung und der EGB-A im Einsatz. Vor Ort wurde schnell klar, dass mit einer größeren Zahl Verletzter und Betroffener zu rechnen ist. Während die EGB-A eine vorgelagerte Sichtung vorbereitete, begannen die Helfer der SEG-E mit dem Aufbau der strukturierten Patientenablage und kümmerten sich um die ersten Betroffenen. Da die nur leichtere Verletzungen aufwiesen, wurden sie registriert und dann im mitgeführten MTW weiter betreut. In der Patientenablage trafen dann nach und nach die nicht gehfähigen Patienten zur Erstversorgung ein. Nachdem lebensgefährliche Verletzungen ausgeschlossen waren, wurden alle Vitalparameter erhoben und die weitere Versorgung begonnen. Über den Gruppenführer wurde letztlich ein Transport ins Krankenhaus durch den Regelrettungsdienst organisiert. Ausgehend von der Lage Brand in Gebäude waren viele Patienten starkem Rauch ausgesetzt, sodass die Helfer von Rauchgasvergiftungen ausgehen mussten und vor allem die Sauerstoffgabe im Vordergrund stand.

Auf Führungsebene wurde gleichzeitig ein neues Konzept getestet. Hierbei unterstützen sowohl die Feuerwehr mit einer Führungsgruppe als auch der Bevölkerungsschutz mit dem Führungsmodul den Einsatzleiter. So entsteht ein gemeinsames Backoffice für den Einsatzleiter, den OrgL (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst) und LNA (Leitender Notarzt) sowie den Fachberater Bevölkerungsschutz. Diese Zusammenarbeit verlief – nicht zuletzt wegen des guten und engen Kontakts beider Organisationen in Vaihingen – weitgehend reibungslos.

Insgesamt mussten 17 Patientinnen und Patienten durch die eingesetzten Helferinnen und Helfer versorgt und bis zum weiteren Transport betreut werden. Da genau dieses Thema in der Woche vorher geübt worden war, konnten auch die neuen Helfer des Ortsvereins bereits teilweise selbstständig agieren und fanden sich mit entsprechender Anleitung gut zurecht. Regelmäßiges Training mit dem umfangreichen Material des GW-San ist unabdingbar, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

19. April 2018 16:35 Uhr. Alter: 90 Tage